Harfouch, Corinna

Foto: Brigitte Voigt

Corinna Harfouch wurde 1954 in Suhl geboren. Nach dem Abitur erlernte sie zunächst den Beruf der Krankenschwester, bewarb sich zwischenzeitlich vergeblich an der Schauspielschule und begann 1975 ein Studium an der Technischen Universität Dresden. Doch der Traum, Schauspielerin zu werden, ließ sie nicht los. Im Alter von 24 Jahren wurde sie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch” in Berlin-Schöneweide aufgenommen und studierte dort von 1978 bis 1981.

Nach dem Studium holte sie Ruth Berghaus an das Berliner Theater im Palast (TiP). Wenig später ging Harfouch mit dem Berliner Ensemble auf Tournee und wurde schon bald im europäischen Ausland mit Ovationen gefeiert. Seit 1991 arbeitet sie als freie Schauspielerin auf den großen Berliner Bühnen. Für ihre Theaterarbeit wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Am Berliner Ensemble feierte sie mit „Eva, Hitlers Geliebte” (1996) unter der Regie von Stephan Suschke Erfolge bei Kritik und Publikum. In der Frank Castorf-Inszenierung von „Des Teufels General” (1997) nach Carl Zuckmayer wurde sie für ihre Darstellung des General mit dem renommierten Gudrun Eysold-Ring ausgezeichnet und erhielt im selben Jahr von der Fachzeitschrift „Theater heute” zur Schauspielerin des Jahres gewählt.

Vor der Filmkamera debütierte die Schauspielerin 1983 und wurde auch in diesem Medium bald sehr bekannt. Nach dem Zusammenbruch der DDR erhielt sie jedoch zunächst keine Rollen für die große Leinwand. Der Filmstar im Ostteil des Landes war damals im Westen noch so gut wie unbekannt. Ironischerweise gelang ihr der zweite Leinwanddurchbruch in der ARD-Vorabend-Serie „Unser Lehrer Doktor Specht” (1992), die sie einem gesamtdeutschen Publikum bekannt machte. Schon bald ist Harfouch im Film und Fernsehen präsent und zählt zu den wichtigsten Filmdarstellerin Deutschlands. Ihre einfühlsame Verkörperung der in den 60er Jahren wegen Mordes verurteilten Titelfigur des dokumentarischen Spielfilms VERA BRÜHNE (2001) wurde von der Kritik mit Begeisterung aufgenommen. In Bernd Eichingers (Drehbuch/Produzent) Kinofilm DER UNTERGANG (2004) übernahm sie die ebenfalls höchst bewegend gespielte Rolle der Magda Goebbels, die ihre eigenen Kinder vergiftete. Sie erhielt den Deutschen Filmpreis sowie den Bayerische Film- und auch Fernsehpreis. 

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